am 29.07.2019 Arbeitswelt

Das ideale Arbeitsmodell #1 - Der Bürojob

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  • Das Modell Bürojob kennen wir alle, denn so arbeitet ein sehr großer Anteil der (deutschsprachigen) Bevölkerung. Auch wenn man selbst vielleicht einen Laborjob hat, oder sich im Schichtmodell wiederfindet, vielleicht als Kurier oder Landschaftsgärtner tätig ist- selbst in diesem Fall bleibt man von diesem Modell nicht so richtig verschont, denn jeder hat in seinem Umfeld Menschen, die jeden Tag ins Büro müssen.

Aber beginnen wir am Anfang. Was verstehen wir unter einem Bürojob? Nachdem man den Arbeitsvertrag unterzeichnet und ein Startdatum festgesetzt hat, beginnt der neue Tagesablauf: man verlässt das Haus, macht sich auf den Weg zur Arbeit und verbringt die Zeit im Büro, wo man den definierten Tätigkeiten nachgeht. Sobald der vereinbarte tägliche Stundensatz erreicht würde, geht man (vielleicht auch erst nach einem gewissen Satz an Überstunden) wieder nach Hause und lässt die Arbeit wortwörtlich hinter sich - eben auch räumlich. Und so wiederholt sich das fünf Werktage, bis das Wochenende kommt.

 

 

 

Vorteile:


Die soziale Komponente:

Landet man in einem tollen Team, so kann man mit neuen Kollegen tolle Kontakte knüpfen. In der gemeinsamen Mittagspause eine Brezel am Kiosk holen und dabei quatschen, zusammen Afterwork-Events besuchen und neue Leute treffen, vielleicht ein Stück des gemeinsamen Arbeitsweges miteinander fahren. Nach einem anstrengenden Meeting kann man vielsagende Blicke an der Kaffeemaschine austauschen, oder dem Lieblingskollegen am Montag Morgen noch eben eine Kopfschmerztablette zuschieben, wenn er verkatert aussieht. Selbst wenn man neu in die Stadt gezogen ist und vielleicht sonst noch niemanden kennt - mit tollen Kollegen findet man schnell den Anschluss. 


Alles an einem Ort:

Mal kurz einen Kaffee holen, vom Schreibtisch in den Besprechungsraum laufen oder den IT-affinen Kollegen an den eigenen Tisch entführen, wenn wieder irgendwas nicht so funktioniert wie es soll.
Wenn man Arbeit zentralisiert anordnet, hat man im Grunde alles immer in der Nähe; die Geräte, die Arbeitsmittel, die Kollegen und ggf. auch die Kunden.


Fleißigkeit steckt an:

In einem Büro merkt man schnell, dass Menschen eben doch soziale Wesen sind. Sehen alle konzentriert aus und arbeiten vor sich hin, dann ist es vergleichsweise einfach, den inneren Schweinehund zu besiegen und sich ebenfalls auf die Arbeit zu konzentrieren.
Für diejenigen Individuen mit viel Eigendisziplin ist das vielleicht kein Thema, aber viele Menschen erliegen dann doch schneller den zahlreichen Versuchungen der Ablenkung. Es gibt ja durchaus so etwas wie positiven Druck, mit dem Menschen zu sehr hohen Leistungen motiviert werden können.


Kundentermine:

Hat man direkten Kundenkontakt, hat ein Büro immer eine repräsentative Funktion, die sehr wirksam sein kann. Der Kunde bekommt instinktiv die Atmosphäre vor Ort mit, kann vielleicht Arbeitsproben vor Ort ansehen und kann herausfinden, ob man auf einer Wellenlänge miteinander arbeiten kann - und mal ehrlich: je schneller der Kunde das weiß, desto besser. Ein Büro macht da vieles einfacher.

 


Nachteile:


Arbeitsweg:

Je nachdem, wie die Anbindung zwischen Wohnort und Arbeitsort aussieht, verbringt man jeden Tag mehr oder weniger Zeit mit Pendeln. Ist man ungebunden und flexibel, ist es vielleicht durchaus reizvoll, eine kleine Wohnung oder ein WG-Zimmer in der Stadt zu mieten und mit dem Rad in ein paar Minuten zur Arbeit zu fahren. Das funktioniert aber nicht uneingeschränkt. Mit einer Familie kommen noch mehr Faktoren ins Spiel und man muss vielleicht eine längere Fahrt zur Arbeit in Kauf nehmen. Das kann bisweilen richtig lästig werden, denn mit dem morgendlichen Stau und dem täglichen Feierabendverkehr geht einem Zeit verloren, die man lieber mit den wichtigen Themen im Leben verbringen möchte. 

 

weniger Flexibilität:

Wer feste Arbeitszeiten hat, ist in der individuellen Alltagsgestaltung etwas eingeschränkter. Mit Gleitzeit wird es natürlich etwas einfacher, auch mal einen frühen Kurs im Fitnessclub, einen kurzen Arzttermin oder Ähnliches unterzubringen. Trotzdem ist es eher nicht möglich, spontan mal noch dies und das zu erledigen, auch wenn man keine festen Termine im Kalender hat. Arbeitszeit ist meistens eben Arbeitszeit. 

 

getakteter Arbeitsrhythmus:

Jeder Mensch hat eine Zeit, in der man besonders produktiv ist und eine Zeit, in der man hingegen vergleichsweise wenig fertig bringt. Das ist eine individuelle Sache, die sich nicht wirklich steuern lässt. Im Idealfall hat man das produktive Hoch natürlich in dem Zeitfenster, in dem man auch arbeitet - aber ist man von Haus aus beispielsweise Nachteule, zwingt man sich einen Rhythmus auf, der einem weder liegt, noch Spaß macht. Natürlich kann man trotzdem arbeiten und Ergebnisse erzielen - aber man wäre vermutlich effizienter und auch entspannter, wenn man mit dem eigenen Flow gehen würde. Insbesondere, wenn man kreative Aufgaben hat. 

Jasmin Rheiner

JASMIN MACHT BEI JULITEC: Verwaltung, Personal-Administration, Content-Erstellung -- SIE MAG: Ihre beiden Hunde, Natur, Yoga, Fitness, Kitesurfen.

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