am 22.07.2019 Agenturalltag Nachhaltigkeit

Unsere 4 (Home)Office-Hacks wenn es heiß wird

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Je weiter das Thermometer im Sommer steigt, desto schwieriger wird es, geistig auf Hochtouren zu laufen. Nicht nur lenken einen Gedanken ans Meer oder den nächsten Badesee ab, sondern tatsächlich wird es immer schwieriger, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. 

Wir verraten euch ein paar Hitze-Hacks – ob euer Schreibtisch in der Agentur, Zuhause, oder woanders steht, spielt dabei keine Rolle. Ausprobieren könnt ihr das nämlich überall. 

Das mit dem Kneippen

Räusper, räusper. Wir schreiben ungefähr das Jahr 1850, als ein Pfarrer eine fabelhafte (Wieder-)Entdeckung machte: die Wasserkur.
Okay, nein, wir werden euch hier nicht die Grundprinzipien des Kneippens darlegen, denn das ist nun wirklich nicht unser Fachgebiet. Aber eines lieben wir doch alle im Sommer: wenn man in der Pause oder nach Feierabend die Füße ins Wasser des hiesigen Flusses oder Sees, oder eben Gewässers eurer Wahl hängen kann. Das kann man auch wunderbar in den eigenen vier Wänden simulieren. Dazu müsst ihr nicht einmal in der Badewanne arbeiten (wie sieht das denn aus im Videocall!), sondern könnt auch einfach einen Wassereimer heimlich unter euren Schreibtisch, Küchentisch, etc. stellen.
Et voilà, so einfach geht HomeOffice-Kneippen. Enjoy!
Was auch super funktioniert: ein feuchtes Handtuch in den Nacken. 

Im Sinne der Nachhaltigkeit noch zwei kurze Bemerkungen hierzu:

Das Wasser solltet ihr natürlich nicht einfach sinnlos wegkippen, sondern könnt damit zum Beispiel eure durstigen Balkonpflanzen versorgen. Und natürlich möchten auch eure Vierbeiner mit viel Wasser versorgt werden (man munkelt sogar, dass wir in unseren Reihen Remote-Hunde haben, die den Geschmack von Füßen im Wassernapf ganz besonders toll fänden.)


Ortsunabhängigkeit und Wasser: dieser Tipp funktioniert natürlich überall und solange ihr mit dem Wasser auch sinnvoll umgeht, ist dagegen nichts einzuwenden.
Wenn ihr aber nicht nur im (Home-)Office, sondern ortsunabhängig arbeitet und unterwegs seid, solltet ihr auch bedenken, wie es um die Trinkwasserknappheit vor Ort steht. Als Mitteleuropäer sind wir, was den Verbrauch von Wasser angeht, doch eher verwöhnt. Es gibt allerdings viele Länder, in denen die Situation ganz anders ist. Auf die Gegebenheiten vor Ort Rücksicht zu nehmen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

 

Lauwarm ist cool 

Okay, bei diesem Thema scheiden sich auch bei uns die Geister.
Sich im Sommer durch eiskalte Getränke oder zehn kalte Duschen pro Tag abzukühlen ist nämlich faktisch nicht halb so sinnvoll, wie es sich anfühlt.

Wie bitte?
Ja, das war auch unsere Reaktion. Aber machen wir doch einen oberflächlichen Kurzausflug in die Biologie und schauen wir uns an, wieso das nicht so sinnvoll ist.

Unser Körper hat gerne am liebsten lauschige 36 bis 37 Grad Körpertemperatur. Solange wir keine Infekte haben, die an unserem inneren Thermometer herumpfuschen, arbeitet der Körper immer wieder auf diese Temperatur hin. Dieses un-hippe Schwitzen, von dem wir am liebsten nichts wissen wollen, ist die Regulierungsmaßnahme unseres Körpers: wenn Flüssigkeit verdunstet, kühlt die Haut ab - deswegen ist es ja beispielsweise auch nicht klug, im Winter mit nassen Haaren raus zu gehen.
Springt man im Sommer also so richtig aufgeheizt unter eine (ja, sehr wohltuende) eiskalte Dusche, geht die Körpertemperatur erst einmal nach unten. Was sich super anfühlt, reguliert der Körper aber sofort wieder, da er seine gewohnte Temperatur wieder herstellen will. Eiskalte Flüssigkeit löst nämlich folgendes Signal aus: Schnell Wärme produzieren (z.B. in Form von Zittern beim Frieren), damit alles wieder okay ist.

Außerdem ist es doch fraglich, ob es denn notwendig ist, zehn Minuten lang den Duschhahn voll aufzudrehen und literweise Wasser den Ausguss hinunter zu spülen, nur damit man sich ein paar Minuten geringfügig wohler fühlt. Zum Abkühlen verweisen wir daher nochmal auf den Wassereimer.


Das gilt übrigens nicht nur für niedrige, sondern auch für übermäßig hohe Temperaturen. Und ja, natürlich ist es in vielen Ländern verbreitet, insbesondere im Sommer heißen Tee zu trinken. Doch auch dieses Argument werden wir gleich teils entkräften: Bei kalter Flüssigkeit produziert der Körper mehr Wärme und ist die Flüssigkeit heiß, wird sie heruntergekühlt, denn wir wollen ja unsere übliche Temperatur halten. Die Körpertemperatur steigt und auch dann schwitzt man erst recht.
Hören wir euch fragen, wieso sich dann beispielsweise das Gerücht vom marokkanischen Pfefferminztee im Sommer so hartnäckig hält? Kann sich eine Kultur über Jahrhunderte denn vollkommen irren?
Nöh. Indem man immer wieder einen kleinen Schluck heißen Tee trinkt, kann der Körper konstant Schweiß produzieren, der wiederum dafür sorgt, dass der Körper abkühlen kann. Der Grund ist aber auch noch ein anderer: verfügt eine Region nur über eingeschränkte oder keine Versorgung mit sauberem Trinkwasser, dann ist das Abkochen des Wassers natürlich essentiell, um nicht krank zu werden. Cool, oder? Also heiß. Ihr wisst schon.



Auch hier ein Kommentar am Ende:
Das heißt nicht, dass wir euch empfehlen möchten, eure Cola ab sofort lauwarm zu trinken. Erstens ist das nicht lecker, zweitens braucht der Körper auch einfach nur Wasser und nicht unbedingt Energie in Form von sehr viel Zucker.
Ihr könntet also euren Getränkekühlschrank während dem Sommer stattdessen mit selbstgemachtem Eistee, oder einfach nur gekühltem Pfefferminztee bestücken. 

Nur heiße Luft

Warme Luft nimmt viel Feuchtigkeit auf und je höher die Temperatur, desto schwüler wird es. Das heißt im Sommer: die Luft kann so richtig dick werden, egal ob im Büro, oder Zuhause. Also sollte man im Idealfall für Durchzug sorgen, damit die Luftfeuchtigkeit wieder abtransportiert werden kann. Mit Luftbewegung ist es auch halb so schlimm, wenn man schwitzt. Ihr wisst ja schon wieso. 

Wenn ihr gegenüberliegende Fenster, beispielsweise eins zur Straße und eins zum Hinterhof hin habt, ist das ideal für die angenehme Sommerbrise am geschäftlichen, oder heimatlichen Schreibtisch. In diesem Fall ist es sogar ratsam, die Fenster auch dann offen zu lassen, wenn es heiß wird - damit sich die Luft eben bewegen kann. Geht das nicht, könnt ihr einen Ventilator nehmen und die Luftbewegung dadurch künstlich erzeugen.  

Aber Achtung vor unserem Freund dem Ventilator: ständig angepustet zu werden hat denselben Effekt wie kalt duschen, der Körper wird also schnell versuchen, euch wieder auf eure normale Körpertemperatur aufzuheizen. Für den Dauereinsatz ist er nicht so ganz geeignet, außerdem ernährt er sich fleißig von Strom.


Shady Business

Natürlich ist es für manche eine tolle Vorstellung, es schön kühl zu haben und einfach gar nicht raus zu gehen, wenn der Planet so richtig brennt.
Sich drinnen zu verkriechen ist allerdings auch keine sinnvolle Sache und euer Kreislauf dankt es euch, wenn ihr trotzdem mal eine Runde spazieren geht. Seht es einfach als Möglichkeit, schon mal für den Winter Vitamin D zu tanken. Das muss auch sein.

Nur in der prallen Sonne sitzen wäre allerdings nicht der erstebenswerte Umkehrschluss. Über das Thema Sonnenbrand müssen wir wahrscheinlich nicht viel sagen. Selbst wenn ihr vielleicht motiviert seid, die noble Blässe so schnell es geht zu verlieren, dann denkt daran, dass eure Geräte am liebsten im Schatten bleiben möchten. Ihr solltet sie auch nicht lauwarm abduschen oder in einen Wassereimer stellen, das gilt nur für euch :-) 



Jasmin Rheiner

Jasmin macht bei julitec: Verwaltung, Personal-Administration, Content-Erstellung
Sie mag: Ihre beiden Hunde, Natur, Yoga, Fitness, Kitesurfen

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