am 22.05.2019 Arbeitswelt

Was Mitarbeiter wollen

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Habt ihr gewusst, dass "Ich will digitaler Nomade werden“ nicht zu den häufigsten Gründen gehört, wieso Menschen ortsunabhängig arbeiten möchten?
Zumindest nicht unserer Erfahrung nach. Oft geht es um etwas anderes. Etwas, das mit einem ständigen "unterwegs sein" nur sehr wenig zu tun hat. Wir hoffen, dass dieser Artikel seinen Weg in die Hände und Herzen zahlreicher Unternehmer, Macher und Weltveränderer findet. Und dass er im Gedächtnis derer bleibt, die in Zukunft noch Unternehmer werden. 

Wir sind immer wieder im Kontakt mit Menschen, die neugierig darauf sind, wie wir arbeiten. Sie können sich kaum etwas Besseres vorstellen, als ihr gewohntes Arbeitsmodell, den quälenden Trott und das Hamsterrad endlich zu verlassen. Einen ortsunabhängigen Job sucht man nicht nur wegen seiner Tätigkeit. Die Frage "Welcher Tätigkeit möchte ich nachgehen?" wird erweitert um die Frage "Welche Bedingungen sind eigentlich gut für mich?" 
Kurz gesagt: Die meisten Menschen möchten in die Ortsunabhängigkeit gehen, um ihre eigenen Vorstellungen eines langfristig guten Arbeits- und Lebensumfeldes in die Wirklichkeit umzusetzen.

Es ist so: Wir stellen gerne Fragen und je simpler, desto besser.
Zum Beispiel: "Warum willst du denn überhaupt ortsunabhängig arbeiten?"
Die Antworten darauf überraschen uns immer wieder, denn wer nun pathologische Reiselust oder Weltenbummelei vermutet, liegt daneben.
Hier findet ihr zur Abwechslung nicht unsere Meinung oder Erfahrung, sondern die Stimmen der vielen inspirierenden Menschen, mit denen wir zu tun haben. So ganz ohne Kommentar und Wertung von uns.

Und das wünschen sich die Befragten besonders oft:

Flexibilität und Selbstbestimmung
Die Kinder morgens in den Kindergarten bringen können. Draußen spazieren gehen, wenn man den Workload gerade gut im Griff hat und es nicht so viel zu tun gibt. Sich für einen Arzttermin nicht den halben Tag frei nehmen müssen, sondern die Arbeitszeit einfach hinten dran hängen. Nicht immer um 8 Uhr, sondern mal um 10 Uhr anfangen. Mit dem Hund reisen. Die Zeit mit der Familie besser planen können. Zwischendrin mal zum Supermarkt gehen. Termine selber legen und dadurch Freiräume schaffen. Dem Herzen folgen. Vielleicht woanders überwintern, denn im Frühjahr und Sommer ist es ja auch in Deutschland schön. Spontan sein können.

Teamarbeit
Wertschätzender Umgang zwischen den Kollegen, aber bitte auch mit den Vorgesetzten. Ein nettes Team finden, zu dem man gut passt. Genug Zeit zur Einarbeitung bekommen. Gleichgesinnte Menschen um sich haben. Nicht unnötig ins kalte Wasser geschmissen werden. Nicht mehr hören: „Das machen wir aber schon immer so.“ . Verbesserungsvorschläge anhören und ggf. annehmen. Keine Nummer mehr sein. Selbst entscheiden können. Mit einem Team gemeinsam Ziele erreichen. Probleme gemeinsam erörtern. Kein Konkurrenzkampf mehr zwischen den Kollegen. Mehr Platz für Menschlichkeit.

Work-Life-Balance
Die Zeit selbst einteilen. Nicht mehr im Stau stehen. Nicht mehr stundenlang zum Kunden fahren und in Hotels schlafen. Keine Parkplätze mehr suchen. Zeit haben, einem Hobby nachzugehen. Den Job nicht wechseln müssen, wenn in der Beziehung ein Part woanders eine tolle Stelle findet. Einen Hund adoptieren. Weniger Leistungsdruck. Einen echten Impact haben und an Veränderung arbeiten. Sich nicht nur verausgaben. Auf dem Land leben. 

Let’s talk money
Fair bezahlt werden. Sich einfach keine Sorgen mehr um Geld machen müssen. Das Geld ist nicht gar so wichtig, aber die Tätigkeit muss einen tieferen Sinn haben. Wichtiger als die konkrete Zahl auf dem Konto ist, dass die Firma mit den persönlichen Werten konform ist. Lieber etwas weniger Geld, als auf Kosten der Gesundheit zu verdienen. Genug Geld für die Familie haben. 

Aufgabengebiet

Schreiben. Irgendwas mit Content. Marketing. Entwicklung. An einer Lösung arbeiten. Prozesse verbessern. Projektmanagement. Social Media. Beziehungen zu den Kunden aufbauen. Sich mit den Kollegen austauschen können. Sich eigenständig organisieren. Das Aufgabengebiet ist gar nicht so wichtig, wenn das Team stimmt. Das Aufgabengebiet ist gar nicht so wichtig, wenn das Unternehmensziel stimmt. Nicht immer dasselbe machen. Nicht dieselbe Frage fünfzig Mal am Tag beantworten. Ein Aufgabengebiet, das nicht so eintönig ist. Etwas kreatives. Manchmal sind Routinen wirklich gut. 

Und warum wollt ihr ortsunabhängig arbeiten?
Hinterlasst uns einen Kommentar, wir sind sehr gespannt auf eure Antworten.

Jasmin Rheiner

JASMIN MACHT BEI JULITEC: Verwaltung, Personal-Administration, Content-Erstellung -- SIE MAG: Ihre beiden Hunde, Natur, Yoga, Fitness, Kitesurfen.

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